Spektrum der Wissenschaft Oktober 2009 issue 10 by Spektrum der Wissenschaft Verlag

By Spektrum der Wissenschaft Verlag

Show description

By Spektrum der Wissenschaft Verlag

Show description

Read or Download Spektrum der Wissenschaft Oktober 2009 issue 10 PDF

Similar german_2 books

Höhle des Schweigens

Moderate indicators of wear and tear!

Additional resources for Spektrum der Wissenschaft Oktober 2009 issue 10

Example text

Vielleicht kreisen um ihn sogar die uns am nächsten liegenden extrasolaren Planeten. Noch in diesem Jahr plant die NASA darum den Start des »Wide-field Infrared Survey Explorers«. Der Satellit könnte gleich mehrere Braune Zwerge in unmittelbarer Nachbarschaft aufspüren. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich erdähnliche Planeten um Braune Zwer­ ge entstehen, würde dies nicht nur die Zahl möglicher lebensfreundlicher Welten im Kosmos erhöhen, sondern sogar die faszinierende Möglichkeit eröffnen, dass extraterrestrisches Leben im Licht eines Braunen Zwergs existiert.

Zum anderen reizt es sie einfach, zu probieren, was geht. Im Endeffekt wollen sie einen neuen Satz von Molekülen entwickeln, die das Gleiche können wie ihre natürlichen Gegenstücke: durch Selbstorganisation komplexere Einheiten bilden, eine Energiequelle nutzen sowie sich vermehren und weiterentwickeln. Für eine zentrale Rolle bei diesem Unternehmen bieten sich Peptidnukleinsäuren (PNAs) an. Sie können wie DNA und RNA Informationen tragen. Doch ihr Rückgrat besteht nicht aus einer Wechselfolge von Zucker­ molekülen und Phosphatgruppen, sondern aus einem einfacher aufgebauten und noch dazu stabileren Aminosäurestrang.

Dazu heften sie sich an ganz bestimmte Sequenzen in der Doppelstrang-DNA. Sie können die Aktivität eines Gens unterdrücken, indem sie die RNA-Polymerase am Abschreiben der zugehörigen DNA-Sequenz hindern. Umgekehrt können sie ein ruhendes Gen aber auch anschalten, indem sie der RNA-Polymerase helfen, an der betreffenden DNA anzudocken und die Transkription zu starten. Die Transkriptionsfaktoren sind demnach gute Vorlagen für Moleküle, die DNA-Sequenzen von außerhalb der Helix »ablesen« können. Allerdings ist es Biochemikern noch bis in die 1990er Jahre nicht gelungen, künstliche Proteine zu entwerfen, die vorgegebene Zielsequenzen erkennen.

Download PDF sample

Rated 4.98 of 5 – based on 25 votes