Rahmungen informellen Lernens: Zur Erschließung neuer Lern- by Gabriele Molzberger

By Gabriele Molzberger

Der Terminus informelles Lernen wird im pädagogischen Diskurs gleichzeitig als Restkategorie, Verheißung und Kontingenzformel bezeichnet. Nicht nur das Aufspüren von informellen Weiterbildungswelten, auch die theoretische Fundierung des Konzepts des informellen Lernens durch die Berufs- und Weiterbildungsforschung ist unerlässlich. Gabriele Molzberger untersucht, in welchem Verhältnis die Weiterbildung als Disziplin und gesellschaftliche establishment zur sozialen Praxis informellen Lernens steht. Am Beispiel von kleinen ud mittelständischen Unternehmen aus der IT-Branche analysiert sie das Spannungsverhältnis zwischen individuellem Lernhandlen und betrieblichen Bedingungen aus der strukturationstheoretischen Perspektive und kommt zu einer differenzierten Betrachtung des informellen Lernens.

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Der Terminus informelles Lernen wird im pädagogischen Diskurs gleichzeitig als Restkategorie, Verheißung und Kontingenzformel bezeichnet. Nicht nur das Aufspüren von informellen Weiterbildungswelten, auch die theoretische Fundierung des Konzepts des informellen Lernens durch die Berufs- und Weiterbildungsforschung ist unerlässlich. Gabriele Molzberger untersucht, in welchem Verhältnis die Weiterbildung als Disziplin und gesellschaftliche establishment zur sozialen Praxis informellen Lernens steht. Am Beispiel von kleinen ud mittelständischen Unternehmen aus der IT-Branche analysiert sie das Spannungsverhältnis zwischen individuellem Lernhandlen und betrieblichen Bedingungen aus der strukturationstheoretischen Perspektive und kommt zu einer differenzierten Betrachtung des informellen Lernens.

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SCHÄFFTER 2001c, S. 44). 37 nungskontexte für Erwachsene bereitstellen, wie beispielsweise die Kammern, Berufsverbände und -genossenschaften, Wohlfahrtsverbände, Parteien oder Betriebe. In der Bundesrepublik wurde die Weiterbildung als politisch zu gestaltendes Feld vor allem durch den „Strukturplan für das Bildungswesen“ (DEUTSCHER BILDUNGSRAT 1970) etabliert. Im Bestreben, Weiterbildung als gleichberechtigte „vierte Säule des Bildungswesens“ zu verankern, spiegelte sich der Bildungsoptimismus der 1960er Jahre wider.

Zunächst aber zeigt dies nicht mehr und nicht weniger als eine Horizonterweiterung der Wissenschaftler an, die jedoch noch nicht zwingt, für diesen erweiterten Gegenstandsbereich auch eine professionelle Zuständigkeit zu reklamieren“ (MADER 1997, S. 95). Die Weiterbildung kann drittens Erkenntnisse aus dem Feld informellen Lernens zum Anlass von pädagogischen Gestaltungen nehmen und informelles Lernen mit anderen Lernformen verknüpfen und so in unterschiedliche Bildungswege integrieren. „Es ist wenig erkenntnisfördernd, gegen andere Lernformen zu polemisieren und dann eine neue einzuführen.

In wissensbasierten Sektoren der Wirtschaft entsteht 40 viertens, eingebunden in betrieblichen Innovationsprozessen, neues, noch nicht kodifiziertes Wissen. Über das Lernen in der Arbeit können fünftens Kosten gesenkt werden, da kein Transferverlust gegeben ist. Darüber hinaus werden sechstens Lohnausfallkosten gemindert, die organisierte Weiterbildung begleiten. Siebtens ist für bestimmte Lernergruppen das Lernen am Arbeitsplatz leichter als unter schulähnlichen Bedingungen. Achtens haben durch die Individualisierung des Lernens die Unternehmen eher die Möglichkeit, die Mitbestimmung der Betriebsräte bei Weiterbildungsfragen zu umgehen.

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