Profession und Geschlechterdifferenz: Eine Studie über die by Ellen Kuhlmann

By Ellen Kuhlmann

Welche Rolle spielen Geschlechterdifferenzierungen in Professionalisierungsprozessen? Wie werden diese Differenzierungen in Geschlechterhierarchien übersetzt? Diese Fragen werden für die zahnmedizinische career in Deutschland analysiert. Ein komplexes Forschungsdesign gibt Einblicke in das verwobene Bedingungsgefüge professioneller Entwicklungen, in dem unterschiedliche Akteure mit jeweils spezifischen Interessen agieren, die sich nicht uneingeschränkt auf die Logik der Geschlechterdifferenz reduzieren lassen. Die those der Gleichsetzung von Geschlechterdifferenz und Geschlechterhierarchie bedarf nach diesen Ergebnissen ebenso einer Differenzierung wie die weitverbreitete Vorstellung, weibliche Geschlechtssymbolik führe zwangsweise zur Deprofessionalisierung.

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By Ellen Kuhlmann

Welche Rolle spielen Geschlechterdifferenzierungen in Professionalisierungsprozessen? Wie werden diese Differenzierungen in Geschlechterhierarchien übersetzt? Diese Fragen werden für die zahnmedizinische career in Deutschland analysiert. Ein komplexes Forschungsdesign gibt Einblicke in das verwobene Bedingungsgefüge professioneller Entwicklungen, in dem unterschiedliche Akteure mit jeweils spezifischen Interessen agieren, die sich nicht uneingeschränkt auf die Logik der Geschlechterdifferenz reduzieren lassen. Die those der Gleichsetzung von Geschlechterdifferenz und Geschlechterhierarchie bedarf nach diesen Ergebnissen ebenso einer Differenzierung wie die weitverbreitete Vorstellung, weibliche Geschlechtssymbolik führe zwangsweise zur Deprofessionalisierung.

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Frauendiskriminierung wird seit einigen Jahren institutionell beobachtet, und Frauen können gleiche Rechte im Beruf juristisch einklagen. Neuere empirische Befunde zeigen, daß die lange unterstellten Unterschiede zwischen den Geschlechtern in den Einstellungen und Meinungen zu Karrieremotivation, Machtinteressen und ökonomischen Zielen zumindest in der heutigen Zeit zurückgewiesen werden müssen. Auch die Einschätzung beruflicher Belastungen und allgemeiner Wertvorstellungen ist in der Zahnärzteschaft zuallererst durch Gemeinsamkeiten der Geschlechter charakterisiert (Becker et al.

B. der Frauenanteil unter den Studierenden der Medizin an niedersächsischen Universitäten 1991 fast 39 Prozent, an den Promotionen sogar 50 Prozent, aber an den Habilitationen nur noch knapp sieben Prozent. Frauen stellten in den humanmedizinischen Fachgebieten 1990 einen Anteil von 28 Prozent am wisssenschaftlichen Personal niedersächsischer Hochschulen, konnten aber nur knapp sechs Prozent der Professuren insgesamt besetzen und waren unter den C4-Professuren nur mit 1 Prozent vertreten (alle Angaben nach Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur 1994: 166-181).

Nach Lohscheiders Interpretation erscheint die Wahl der Fachgebiete ausschließlich als eine "Notlösung". Johanna GeyerKordesch (1986:215) kommt allerdings zu differenzierteren Ergebnissen: "Was 'weiblich' ist und was nicht, mußte neu artikuliert werden, denn in dem Augenblick, in dem Frauen den Rollenkodex durchbrachen, wurden ent42 scheidende Änderungen notwendig. Das ist der Prozeß der Ambivalenzen, der noch anhält ( ... )". :219f). Benker und Störmer weisen ebenfalls auf die kritischen Potentiale hin, die sich in der Fachwahl der Ärztinnen spiegeln und schlagen vor, "die subversive Unterwanderung männlicher Macht" zu berücksichtigen, die "das schrittweise Zurückholen der Macht des Zugriffs auf den Frauenkörper" zum Ausdruck bringt (1991 :78).

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