Prekärer Übergang in den Ruhestand: Handlungsbedarf aus by Corinna Barkholdt (auth.), Corinna Barkholdt (eds.)

By Corinna Barkholdt (auth.), Corinna Barkholdt (eds.)

Mit dem vorliegenden Herausgeberband soll ein im Kontext der Rentenreformdiskussion vernachlässigter Aspekt in das öffentliche Bewusstsein zurückgeholt werden: Einschneidend in ihren Konsequenzen für die Alterseinkommenssituation ist nach wie vor die bereits unter der alten Bundesregierung auf den Weg gebrachte Lebensarbeitszeitsverlängerung durch die Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenzugangsalters auf sixty five Jahre. Der Graben zwischen faktischer Frühausgliederung Älterer aus dem Erwerbsprozess und dem gesetzlichen Rentenzugansalter (im Sinne eines abschlagsfreien Bezugs der gesetzlichen Rentenleistung) wächst kontinuierlich und damit das Risiko einer unzureichenden Alterssicherung. Die Rentenreform ist somit nicht vordringlich und ausschließlich in ihren einzelnen Komponenten zu diskutieren, sondern insbesondere vor dem Hintergrund der gesetzlichen, nicht faktischen Lebensarbeitszeitverlängerung zu betrachten und zu bewerten. Bezüglich der Zukunftsfähigkeit der Alterssicherung könnte der politische Umgang mit dem sich kontinuierlich vergrößernden Graben zwischen Frühausgliederung und Rentenzugang sogar entscheidender sein als die Frage der privaten Altersvorsorge oder der Rentenformel.

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Mit dem vorliegenden Herausgeberband soll ein im Kontext der Rentenreformdiskussion vernachlässigter Aspekt in das öffentliche Bewusstsein zurückgeholt werden: Einschneidend in ihren Konsequenzen für die Alterseinkommenssituation ist nach wie vor die bereits unter der alten Bundesregierung auf den Weg gebrachte Lebensarbeitszeitsverlängerung durch die Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenzugangsalters auf sixty five Jahre. Der Graben zwischen faktischer Frühausgliederung Älterer aus dem Erwerbsprozess und dem gesetzlichen Rentenzugansalter (im Sinne eines abschlagsfreien Bezugs der gesetzlichen Rentenleistung) wächst kontinuierlich und damit das Risiko einer unzureichenden Alterssicherung. Die Rentenreform ist somit nicht vordringlich und ausschließlich in ihren einzelnen Komponenten zu diskutieren, sondern insbesondere vor dem Hintergrund der gesetzlichen, nicht faktischen Lebensarbeitszeitverlängerung zu betrachten und zu bewerten. Bezüglich der Zukunftsfähigkeit der Alterssicherung könnte der politische Umgang mit dem sich kontinuierlich vergrößernden Graben zwischen Frühausgliederung und Rentenzugang sogar entscheidender sein als die Frage der privaten Altersvorsorge oder der Rentenformel.

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