Praktiken des Komponierens : Soziologische, by Tasos Zembylas, Martin Niederauer

By Tasos Zembylas, Martin Niederauer

Die Autoren untersuchen kompositorische Schaffensprozesse, wobei weder einzelne KomponistInnen noch ihre Werke im Vordergrund stehen. Sie erweitern die Selbstbeschreibungen der KomponistInnen beziehungsweise deren Ich-Perspektiven durch einen soziologisch und wissenstheoretisch inspirierten Ansatz, um Inhalte herauszuarbeiten, die sonst im Hintergrund der situativen Aufmerksamkeit bleiben. Somit richtet sich das Interesse der Autoren auf jene Komponenten und Bedingungen, die künstlerische Handlungsfähigkeit konstituieren. Kompositionsprozesse werden folglich als offene und dynamische Vorgänge betrachtet. Hören, Fühlen, Vorstellen, Suchen, Entwerfen, Ausprobieren, Spielen, Nachdenken, Notieren und Korrigieren stellen eine kleine Auswahl der vielschichtigen kompositorischen Aktivitäten dar. Künstlerisch-praktisches Können bildet sich aus einer steten Verzahnung solcher Aktivitäten, denen kognitive, sinnliche, körperliche und erfahrungsgeleitete Wissensformen zugrunde liegen.

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Die Autoren untersuchen kompositorische Schaffensprozesse, wobei weder einzelne KomponistInnen noch ihre Werke im Vordergrund stehen. Sie erweitern die Selbstbeschreibungen der KomponistInnen beziehungsweise deren Ich-Perspektiven durch einen soziologisch und wissenstheoretisch inspirierten Ansatz, um Inhalte herauszuarbeiten, die sonst im Hintergrund der situativen Aufmerksamkeit bleiben. Somit richtet sich das Interesse der Autoren auf jene Komponenten und Bedingungen, die künstlerische Handlungsfähigkeit konstituieren. Kompositionsprozesse werden folglich als offene und dynamische Vorgänge betrachtet. Hören, Fühlen, Vorstellen, Suchen, Entwerfen, Ausprobieren, Spielen, Nachdenken, Notieren und Korrigieren stellen eine kleine Auswahl der vielschichtigen kompositorischen Aktivitäten dar. Künstlerisch-praktisches Können bildet sich aus einer steten Verzahnung solcher Aktivitäten, denen kognitive, sinnliche, körperliche und erfahrungsgeleitete Wissensformen zugrunde liegen.

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Diese braucht kreative Impulse, setzt soziale und berufliche Kontaktpflege voraus und benötigt Ordnung sowie Organisation. Die Funktionalität des Arbeitsraums steht auch in Relation zu den individuellen Bedürfnissen und Arbeitsgewohnheiten – vor allem wenn KomponistInnen technische Geräte brauchen. Katharina Klement erklärt, ihr Arbeitsraum sei „ein bisschen räumlich verstellt. Weil ich diese zwei Lautsprecher als Stereoabhöre habe. Und hier habe ich eben meinen Schreibtisch ohne Computer. Das ist schon so eine bewährte Aufstellung [Kursivstellung von uns].

Zu bestimmten Handlungen ein und können darüber auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Statt die Wahrnehmung eines Gegenstandes als ReizReaktions-Schema oder als bloße Verstehensleistung anzusehen, plädiert Gibson für eine aktivistische Auffassung von Wahrnehmung und verweist auf eine Dynamik in der Beziehung zwischen Menschen und Gegenständen. „Affordance“, so argumentiert er, sei sowohl physisch als auch psychisch ausgerichtet und betreffe den Gegenstand und dessen BetrachterIn gleichermaßen, wie sie in einer konkreten Situation miteinander interagieren (vgl.

Neuweg 54 Topografie von Kompositionsprozessen 2004: 157–160, 323–327) betont, dass die Beziehungsstruktur zwischen Mensch und Maschine eine ausgeprägte implizite Denkgerichtetheit hat: Die Denkbewegung geht von den Reglern (dem proximalen Term; „proximus“ – „das der Körpermitte Nahegelegene“) auf die klangliche Realisierung (den distalen Term; „distare“ – „vom Körper entfernt sein“). Um diese Denkgerichtetheit vollziehen zu können, müssen die Abläufe bezüglich des proximalen Terms so inkorporiert und damit selbstverständlich sein, dass sie keine mentale Repräsentation im Sinne eines bewusst kontrollierten Vorgangs mehr brauchen.

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