Gottesbeweise im deutschen Idealismus. Die modaltheoretische by Harald Knudsen

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Die Kantische Argumentation will erklären, daß Baumgarten lediglich über die Vermittlung seines Dingbegriffs und seiner ontologischen Bestimmungen zu der fälschlichen Behauptung der Existenz Gottes hat kommen können. Kant ist freilich nicht nur der Meinung, daß der ontologische Beweis um einer Begründung des Realen willen von Baumgarten geführt sei; er bringt ja selbst noch eine separate Kritik unter dem ausschließlichen Gesichtspunkt, daß dieser die göttliche Existenz aus dem Wesen von höchster Realität deduziert.

In der Interpretation zwingt Kant Baumgarten die transzendentale Fragestellung auf; Gottes Dasein muß wie jedes Dasein im Rahmen der Erkenntnisbedingungen von Gegenständen thematisiert werden. Die Kantische Argumentation will erklären, daß Baumgarten lediglich über die Vermittlung seines Dingbegriffs und seiner ontologischen Bestimmungen zu der fälschlichen Behauptung der Existenz Gottes hat kommen können. Kant ist freilich nicht nur der Meinung, daß der ontologische Beweis um einer Begründung des Realen willen von Baumgarten geführt sei; er bringt ja selbst noch eine separate Kritik unter dem ausschließlichen Gesichtspunkt, daß dieser die göttliche Existenz aus dem Wesen von höchster Realität deduziert.

V gl. Henrich, 64 f. 40 Kants Theorie der Gottesbeweise ihn nur auf Grund dieser Umdeutung treffen können. Denn für diesen ist das Problem der Möglichkeit der Dinge nicht in der Weise konstitutiv, daß dessen Lösung nur dann einleuchtet, wenn der ontologische Beweis für die Existenz eines Wesens geführt werden kann, welches die Möglichkeit alles Daseins in sich enthält. Baumgarten beweist dieses Wesen nicht darum, weil die Möglichkeit der Dinge die göttliche Existenz fordan würde, sondern deduziert aus dem Begriff des ens perfectissimum die Notwendigkeit von dessen Dasein und zieht erst jetzt die Konsequenz, daß dieses Dasein auch der Grund alles Wirklichen ist.

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