Gesundheit bei der Arbeit als Thema von Kammern by Ursula Ammon, Ulrich Pröll, Jens Maylandt

By Ursula Ammon, Ulrich Pröll, Jens Maylandt

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Höhle des Schweigens

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Im Gegensatz zur „reinen“ Interessenvertretung privater Wirtschaftsverbände, die ausschließlich allgemeinen Postulaten verbandlicher Demokratie genügen muss, ist die Interessenarbeit der Kammern zusätzlich durch den Allgemeinwohlbezug relativiert. Der Begriff Interessenvertretung scheint deshalb eher in Parenthese gerechtfertigt, angemessener wäre die Rede von Interessenvermittlung oder Interessenkoordination. Die wirtschaftliche und berufliche Selbstverwaltung greift nicht nur als Regulierungsinstanz empfindlich in das wirtschaftliche Handeln ihrer Mitglieder ein, sie erhebt dafür auch noch finanzielle Beiträge und Gebühren.

Zunächst sind die jenseits des unmittelbaren betrieblichen Sozialkontextes beheimateten Determinanten und Prägungen der Gesundheitsdimension von Erwerbsarbeit und Unternehmensführung zu beleuchten. 1). Danach ist zu klären, inwieweit Wirtschafts- und Berufskammern hypothetisch als Teil des Settings „Klein- und Ein-PersonenUnternehmen“ betrachtet werden können. 1 Kleinbetriebliche Arbeitswelt als „Setting“ Ohne die durch die Konzepte „Lebensweise“ und „Setting“ inzwischen breit eingeführte Mehrebenen-Perspektive auf die soziale Herstellung von Gesundheit ist unsere zentrale Wirkungshypothese nur schwer nachzuvollziehen.

Noch wichtiger als ein gutes finanzielles Auskommen und die Sicherung der materiellen Existenz ist vielen die Wahrung unternehmerischer Autonomie, die Erfahrung von Selbstentwicklung und die Aufrechterhaltung eines befriedigenden Privat- und Familienlebens. Wir sind in Kleinunternehmen keinem Unternehmer und keiner Unternehmerin begegnet, für die nicht auch intakte Kooperationsbeziehungen mit der Belegschaft eine zentrale Rolle für (Selbst-)Belohnung und Anforderungsbewältigung spielten. Entscheidend ist dabei, durch einen sozial kompetenten, kommunikativen und partizipativen Führungsstil Engagement und Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeiter/innen zu mobilisieren, sich selbst Freiräume für Delegation zu schaffen und nicht zuletzt auch eine Kultur des Vertrauens und der wechselseitigen emotionalen Unterstützung aufrecht zu erhalten.

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