Die rote Halle. Psychothriller by Karla Schmidt

By Karla Schmidt

Janina fliegt mit ihrem Sohn Simon nach Berlin, um an einer blutig-makabren Inszenierung des „Märchens von den Roten Schuhen“ im stillgelegten Flughafen Tempelhof mitzuarbeiten. Der Ort ist huge, weitläufig und bedrückend.
Janina wusste nicht, dass auch Simons Vater, der Tänzer Dave Warschauer, für das Stück engagiert wurde. Seit einer kurzen Affäre vor mehr als 15 Jahren hat sie ihn nicht mehr gesehen. Jetzt verliebt sie sich ebenso verzweifelt und aussichtslos in ihn, wie damals.
Als eine Tänzerin zu Tode kommt, beginnt die Inszenierung aus dem Ruder zu laufen, und als kurz darauf auch Simon spurlos verschwindet, beginnt Janina nach ihm zu suchen - hinter schall­dich­ten Schei­ben, in Bunkern, brütend heißen Gängen, Hangars, … bis sie endlich begreift: Um ihren Sohn zu retten, muss sie selbst zur Täterin werden.

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Janina fliegt mit ihrem Sohn Simon nach Berlin, um an einer blutig-makabren Inszenierung des „Märchens von den Roten Schuhen“ im stillgelegten Flughafen Tempelhof mitzuarbeiten. Der Ort ist huge, weitläufig und bedrückend.
Janina wusste nicht, dass auch Simons Vater, der Tänzer Dave Warschauer, für das Stück engagiert wurde. Seit einer kurzen Affäre vor mehr als 15 Jahren hat sie ihn nicht mehr gesehen. Jetzt verliebt sie sich ebenso verzweifelt und aussichtslos in ihn, wie damals.
Als eine Tänzerin zu Tode kommt, beginnt die Inszenierung aus dem Ruder zu laufen, und als kurz darauf auch Simon spurlos verschwindet, beginnt Janina nach ihm zu suchen - hinter schall­dich­ten Schei­ben, in Bunkern, brütend heißen Gängen, Hangars, … bis sie endlich begreift: Um ihren Sohn zu retten, muss sie selbst zur Täterin werden.

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Höhle des Schweigens

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Und in diesem Moment fiel es ihr ein. Ihre allererste Begegnung … Berlin, 1996. Ein kühler Frühlingstag. Janina trödelt an der Spreepromenade entlang, die Hände in die Manteltaschen gegraben und die langen, hellblau lackierten Fingernägel tief in die Handflächen gedrückt, so nervös ist sie, weil sie ein Bewerbungsgespräch hat, im Gorki-Theater. Und dann diese Begegnung am Hintereingang, die Tänzerin und der Tänzer, er wie ein Rockgott kostümiert, sie in Rokoko, beide so schön, und die Tänzerin hält ein Messer in der Hand, lächelt.

Simon war nicht dabei. Janina empfand einen Anflug von Unwillen. Er war schon nicht beim Frühstück gewesen. Ob sie sich Sorgen machen musste? Oder ob er einfach nur ausschlief? Schließlich hatte er hier nicht einmal eine Aufgabe. Also musste er auch nicht zur Disposition erscheinen. Dann humpelte DeeDee den Mittelgang zwischen den Stühlen entlang, ihr Gehstock pochte auf den geröteten Betonboden. Für sie stieg Rost sogar vom Bühnenpodest herab, Umarmung, Küsschen rechts und links. Er schwankte ein wenig, und Janina fragte sich, ob er betrunken war.

Schau, wir haben alles fertig, wir proben fast von Anfang an mit kompletter Bühne. Es fehlt eigentlich nur noch der Kreisel. « Er streichelte eine mit roter Farbe und weißlichem Latex überzogene Absperrung, die den Zuschauerraum von den bröckelnden Wänden trennte. Wenn man ein wenig mit dem Fingernagel kratzte, dann schälte sich die Latexschicht ab. Sie würden die Bühne vor jeder Vorstellung neu präparieren müssen. Die Haut würde jedes Mal in Fetzen hängen. Janina sah sich flüchtig um, nickte.

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