Die Pastoralbriefe: Zweiter Timotheusbrief (Herders by Lorenz Oberlinner

By Lorenz Oberlinner

Show description

By Lorenz Oberlinner

Show description

Read or Download Die Pastoralbriefe: Zweiter Timotheusbrief (Herders theologischer Kommentar zum Neuen Testament XI,2, 2. Folge) PDF

Best german_2 books

Höhle des Schweigens

Mild indicators of wear and tear!

Extra info for Die Pastoralbriefe: Zweiter Timotheusbrief (Herders theologischer Kommentar zum Neuen Testament XI,2, 2. Folge)

Example text

In der Person des vom Apostellegitimierten und bestätigten Glaubenszeugen und Verkünders kann die Gemeinde sich selbst in der Situation vielfältiger Anfechtung der Rechtmäßigkeit ihres Glaubens gewiß sein. Daß über den Adressaten im engeren und im weiteren Sinn, also Timotheus und die in ihm repräsentierten Gemeindeleiter, hinaus die christliche Gemeinde angesprochen ist, wird deutlich aus der Bestimmung als "ungeheuchelter Glaube". Bei diesem Urteil zur "Qualität" des Glaubens steht im Hintergrund die für die Zeit der Past aktuelle Frage nach den Kriterien, die eine Unterscheidung zwischen dem wahren und rechten Glauben und den Irrlehren zulassen (vgl.

Jahrhunderts sich darin wiedererkennen können. Aus diesen Bedingungen heraus ist auch der Stellenwert der Personenangaben zu bewerten. Damit ist noch nicht ausgeschlossen, daß dem Verfasser Informationen zur Verfügung gestanden haben können, die diesen Timotheus und seine Familie näher kennzeichneten. Die beste und in allen Belangen zuverlässigste Quelle sind ja die Paulusbriefe, deren Kenntnis wenigstens zum Teil vorauszusetzen ist. Es ist auch nicht auszuschließen, daß der Verfasser Traditionen kannte, wie sie in Apg 16 überliefert sind.

Diese WahIscheinlichkeit" wird nach Meinung von G. LOHFINK, Paulinismus 174, "zur Gewißheit durch das Auftauchen des Themas ,Ich schäme mich nicht des Evangeliums' in beiden Proömien". JJ Im Blick auf die für Paulus zentralen Begriffe "Evangelium" und "Kraft Gottes" mag man einen gewissen Substanzverlust feststellen; es ist aber doch zu bezweifeln, daß man sich mit der Auskunft zufriedengeben darf, der Verfasser habe dem Satz einen paulinischen Klang geben wollen (vgl. dazu F. J. SCHIERSE, Past 103).

Download PDF sample

Rated 4.90 of 5 – based on 6 votes