Das Spiel der Götter 06. Der Krieg der Schwestern by Steven Erikson

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Er erkennt, dass nur der wildeste Ruhm das erreichen kann, was bitter nötig ist – die Schande hinwegzuspülen, die du uns bereitest, Synyg. Du bist der zottelige Busch zwischen zwei hoch aufragenden Bäumen, Kind des einen und Erzeuger des anderen. « Synyg füllte beide Schüsseln und richtete sich auf, um eine seinem Vater zu geben. »Die Narbe um eine alte Wunde spürt nichts«, sagte er. « Lächelnd setzte Synyg sich auf den anderen Stuhl. »Er‐ zähl mir eine Geschichte, Vater, so wie du es früher getan hast.

Schließlich warf Bai‐ roth den leeren Schädel in die Grube und lehnte sich zu‐ rück, wobei er sich die Finger leckte. »Ich habe über die Reise nachgedacht, die vor uns liegt«, sagte Delum. »Durch die Lande der Rathyd und Sunyd. Wir sollten keine Pfade benutzen, auf denen wir uns gegen den Himmel oder auch nur vor dem nackten Fels abzeich‐ nen. « Karsa ergriff das Wort. »Wenn wir uns bei Tag verstec‐ ken, sehen wir wenig Rauch, der uns verraten würde, wo die Lager sind. Bei Nacht weht der Wind in Wirbeln, so dass er uns nicht helfen wird, die Feuerstellen zu finden.

Die Schlachtrosse bewegten sich vorsichtig über das loc‐ - 45 - kere Geröll eines erst kürzlich abgegangenen Erdrutsches. Im vergangenen Winter hatte es eine Menge Schnee gege‐ ben – mehr als in allen Wintern zuvor, an die Karsa sich erinnern konnte. Lange bevor die Gesichter im Fels er‐ wacht waren und den Ältesten in Träumen und Trancen kundgetan hatten, dass sie die alten Geister der Teblor be‐ siegt hatten und nun Gehorsam verlangten – und lange bevor die Seelen der Feinde zu nehmen das Wichtigste für die Teblor geworden war –, hatten die Knochen des Fel‐ sens, das Fleisch der Erde, das Haar und das Fell von Wald und Lichtung das Land und das dort lebende Volk be‐ herrscht, und der Atem dieser Geister war der Wind einer jeden Jahreszeit gewesen.

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