Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner by Fjodor M. Dostojewski

By Fjodor M. Dostojewski

Fjodor M. Dostojewski: Das intestine Stepantschikowo und seine Bewohner

Entstanden 1858. Erstdruck 1859 in der Zeitschrift »Die Vaterländischen Annalen«. Hier in der Übersetzung von Hermann Röhl.

Vollständige Neuausgabe.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2015.

Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Aleksey Savrasov, Gutshaus bei Moskau, 1850.

Gesetzt aus Minion seasoned, eleven pt.

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Fjodor M. Dostojewski: Das intestine Stepantschikowo und seine Bewohner

Entstanden 1858. Erstdruck 1859 in der Zeitschrift »Die Vaterländischen Annalen«. Hier in der Übersetzung von Hermann Röhl.

Vollständige Neuausgabe.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2015.

Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Aleksey Savrasov, Gutshaus bei Moskau, 1850.

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Aber gestatten Sie die Frage: Sind Sie wirklich davon überzeugt, daß diejenigen, die sich schon vollständig darein ergeben haben und es als eine Ehre und ein Glück für sich ansehen, Ihre Spaßmacher, Ihre Gnadenbrotempfänger und Parasiten zu sein – sind Sie wirklich davon überzeugt, daß die schon vollständig auf jedes Selbstbewußtsein verzichtet haben? Aber der Neid, die Klatscherei, die Verleumdung, die Denunziationen, das geheime Zischeln in den Hinterzimmern Ihres eigenen Hauses, irgendwo ganz in der Nähe, an Ihrem eigenen Tisch?

Diese ganzen vierzehn Tage über hatte er dem ›ungehorsamen‹ Sohne die schmählichsten Vorwürfe wegen seines ›unmenschlichen‹ Benehmens gemacht, so daß derselbe aufrichtige Tränen vergoß und beinah in Verzweiflung geriet. Von diesem Zeitpunkte an begann die unbegreifliche, unmenschliche despotische Herrschaft Foma Fomitschs über meinen armen Onkel. Foma merkte, was für einen Menschen er vor sich hatte, und fühlte zugleich, daß seine Rolle als Spaßmacher zu Ende sei und er nun in Ermangelung eines ernstlichen Konkurrenten selbst den Edelmann spielen könne.

Habe ich in Sie einen Funken des himmlischen Feuers hineingeworfen oder nicht? « In Wahrheit wußte Foma Fomitsch selbst nicht, warum er diese Frage stellte. Aber das Stillschweigen und die Verlegenheit des Obersten versetzten ihn sofort in Aufregung. Er, der früher so schüchtern und geduldig gewesen war, ging jetzt bei dem geringsten Widerspruch in die Luft wie Schießpulver. Das Schweigen des Onkels schien ihm beleidigend, und nun bestand er hartnäckig auf einer Antwort. « Der Onkel krümmte und wand sich und wußte nicht, wie er reagieren sollte.

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